Das Kapuzinerkloster

Geschichte:
1626 sandte der Kapuzinerprovinzial auf Initiative des Landkomturs des Deutschen Ordens Hans Gaudenz von Wolkenstein den als Prediger in gutem Ruf stehenden P. Roman Faber nach Schlanders, wo dieser mit solchem Erfolg wirkte, dass seither auch in der Fastenzeit und an höheren Festen Kapuzinerpatres nach Schlanders geschickt werden mussten. Während der Pestepidemie von 1635/36 leisteten sie hier auch in der ordentlichen Seelsorge wichtige Hilfsdienste. In Anerkennung dieser Leistung verfassten Adel und Gemeinde von Schlanders 1638 eine Bittschrift an das Großkapitel zur Errichtung eines Hospizes. Doch der definitiven Gründung stand zunächst eine ablehnende Haltung des Churer Bischofs Johann Flugi von Aspermont entgegen. Erst auf Intervention des päpstlichen Nuntius erteilte der Bischof seinen Konsens. Die Bevölkerung von Schlanders brachte den Kapuzinern derartige Wertschätzung entgegen, dass sich der Adel und die Gemeinde schon zwei Jahre später um den Ausbau dieses Hospizes zu einem eigentlichen Kloster bemühten. (bestehende personelle Engpässe in der Seelsorge) 1644 erfolgte die Grundsteinlegung und 1645 konnte der Klosterbetrieb aufgenommen werden. ( Schlanders und seine Geschichte, Band 1 Tappeiner Verlag ) Die Kirche ist dem hl. Johannes dem Täufer geweiht.
Auf dem Hochaltar ist die Taufe Christi dargestellt (17. Jh.)
Die Kapuzinermönche betreuen seit 50 Jahren das Krankenhaus von Schlanders. In der Kirche finden die italienischsprachigen Gottesdienste statt.
Derzeit leben fünf Kapuzinerpatres im Kloster.

Gottesdienste

Sonn.- und Feiertage: 08.00 Uhr in deutscher Sprache
Wochentags: 09.00 Uhr

Anschrift: Kapuzinerkloster Schlanders
Hochw. Pater Guardian: Albert Piok
Telefonnr.: 0473 730228